Auch wenn wir auf der Montessorifarm nach Themenschwerpunkten arbeiten, die wechseln, bleiben Traditionen, die im Jahr an einer bestimmten Stelle wiederkehren. Eine dieser Traditionen ist unser Theaterstück am lebendigen Adventskalender von Aulendiebach. Da unser aktueller Themenschwerpunkt „Sprache“ ist, haben wir uns in diesem Jahr an einem Klassiker der deutschen Literatur probiert und Goethes „Zauberlehrling“ neu inszeniert. Das Drehbuch wurde von zwei Jugendlichen geschrieben.

In unserem Literaturseminar haben wir das Lied „Steine sind Steine“ von And One mit dem Zauberlehrling verglichen und festgestellt, dass in beiden Werken falscher Stolz zu einer Katastrophe führt.
Dies führte uns zu der Diskussion, was Stolz ist und wo er angebracht ist und wo nicht.
Diese Frage brachte wiederum interessante Aspekte hervor, insbesondere, weil uns in dieser Woche eine Familie, die im Libanon lebt, als Gästefamilie besuchte. Wir haben alle durch diese Reflexion dazugelernt. Die Begriffe Demut, Bescheidenheit und die Besinnung auf christliche Werte sind in der Weihnachtszeit ein gutes und wichtiges Thema. Ein weiteres Highlight der Woche war das selbst organisierte Weihnachtsessen auf der Koppel, bei der wir ein aufwändiges Dutch-Oven-Gericht zubereitet haben. Es war köstlich, und die Atmosphäre an unserem Feuerplatz war wunderbar. Unsere Gäste aus dem Libanon bereiteten zudem ein leckeres arabisches Linsengericht zu.

Der lebendige Adventskalender
Die Feier des lebendigen Adventskalenders am Donnerstagabend war dann sehr schön – neben dem Theaterstück wurden Weihnachtslieder gesungen, Glühwein und warmer Apfelsaft getrunken und Waffeln gegessen.

Wir sind immer begeistert, wenn uns so viele Menschen aus dem Ort besuchen. Dies zeigt, dass man so vieles zusammen erreichen kann. Freitag haben wir dann aufgeräumt und ein abschließendes Community Meeting gemacht. Die Jugendlichen gaben ihre Planungen für die Essays und Präsentationen ab, damit wir die nun folgenden Studien gut vorbereiten können, denn Ende Januar schließen wir den Arbeitszyklus ab.

Wir endeten die Woche dann am Freitagabend mit einer neuen Tradition, dem Weihnachtsessen der Belegschaft der Farm.

Frohe Weihnachten euch allen!

